Unsere gefiederten Gäste

Zum Thema Wildvogelfütterung gibt es ja im Netz verschiedene Ansichten. Einige sind der Meinung, dass es eben Wildtiere sind und diese auch sehr gut ohne menschliche Hilfe zurecht kommen würden.

Ich vertrete da allerdings eine andere Meinung und mit dieser Meinung stehe ich nicht allein.

Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft fehlen unserer heimischen Vogelwelt wichtige Nahrungsquellen. Durch Hybridisierung der Anbaupflanzen und rascher Fruchtfolge, bilden die Pflanzen kaum noch, die für die Vögel wichtigen, Samenstände aus. Und wenn, dann werden diese so rasch geerntet, dass sie kaum für die Vögel nutzbar sind.

Auch die bis vor einigen Jahren noch sehr viel verbreiteteren Ackerrandstreifen, die so wichtig für unsere heimische Tier – und Pflanzenwelt sind, sind in den letzten Jahren stark rückläufig. Ich weiß noch genau, wie die Äcker aussahen, als ich ein Kind war. Die vielen Wildblumen, wie die Korn- und Mohnblumen, die sicher auch von euch jeder kennt, waren eine Augenweide. Wenn ich heute an den Äckern entlanggehe ( unser Grundstück befindet sich an drei Seiten von Äckern umgeben) sehe ich außer Schafgarbe oder Rainfarn kaum eine Wildblume. Laut dem BUND für Naturschutz, sind etwa ein Drittel der Ackerwildkräuter stark gefährdet, einige sind sogar schon komplett ausgerottet. Wenn ich mich genauer in diese Thema reindenke, macht mir das immer wahnsinnige Angst. Wo führt die Profitgier des Menschen uns noch hin? Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zu unseren gefiederten Freunden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einsatz von Insektiziden, vor allem das gefürchtete Glyphosat. Um ihre Erträge zu schützen, nutzen die Landwirte Insektenvernichtungsmittel. Doch damit beseitigen sie nicht nur die Schädlinge, sondern auch die Nützlinge, wie Florfliegen und Wildbienen. Eine weitere wichtige Nahrungsquelle für die Vögel verschwindet.

Dies sind nur ein paar der Gründe von unzähligen (z.b.Kieswüsten in den Vorgärten, schlechter Zustand der Gewässer, fehlende Hecken, Kräuter und Stauden ), warum wir ganzjährig die Wildvögel füttern. Auch wenn wir nach und nach unseren Garten in einen Naturgarten verwandeln, reicht das bei weitem nicht aus. Und man sieht wie dankbar die Vögel das angebotene Futter und Wasser annehmen.

Und wir selbst haben sogar auch etwas davon. Denn das Schauspiel, welches sich jeden Tag vor unserem Wohnzimmerfenster abspielt (sogar vom Sofa aus kann ich das bunte Treiben beobachten) ist für uns Lohn genug.

Also traut euch 😀😀😀

Ein Plätzchen für eine Futterstation findet sich überall.

Und diese mit unterschiedlichen Futtersorten aufgefüllt (Körnermischungen, in kleinen Mengen getrocknete Insekten -》Mehlwümer sind bei uns der Renner oder bei frostfreiem Wetter auch Obst) und ihr braucht nicht lange auf Gäste zu warten. Schön wäre es auch, wenn ihr Platz für eine Vogeltränke hättet, denn auch Wasser ist manchmal schwierig zu erreichen für die Kleinen – gerade bei der zur Zeit extremen Trockenheit. Achtet jedoch darauf, diese regelmäßig zu reinigen.

Ich wünsche euch Erfolg und Freude und würde mich über Bilder von euren Futterstationen freuen

Blumige Grüße Eure Manuela 🐝

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