Wie ich zum Naturkind wurde

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch erzählen, wie die Idee für diesen Blog entstanden ist.

Ich bin ein typisches Stadtkind und in einer Hochhaussiedlung groß geworden.

Schon damals nutzte ich gern den nahe gelegenen „Spielwald“ (ja sowas gibt es wirklich), um zu toben und die Natur zu entdecken. Ansonsten gestaltete sich meine Nähe zur Natur höchstens in Form des Gießens der mit Geranien gefüllten Balkonkästen und der Pflege meines einzeln gehaltenen Meerschweinchens. Heute weiß ich natürlich, dass das Tierquälerei war aber woher sollte man das als 10 jähriges Kind wissen. Ich kann nur sagen ich habe meinen „Snoopy“ über alles geliebt.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um sich ein Naturkind nennen zu dürfen.

Nach meinem Schulabschluss begann ich eine Ausbildung zur Erzieherin und machte unzählige Praktikas in städtischen Kindertagesstätten. Der Bezug zur Natur bestand in täglichen Spaziergängen in der Stadt oder dem Aufenthalt auf dem angelegtem Spielplatz.

Für mich war das eben das normale Leben.

Nach meiner Ausbildung suchte ich nach einer Festanstellung und durchforstete die Stellenanzeigen. Dabei stieß meine Aufmerksamkeit auf eine Anzeige, wo eine Erzieherin für einen Ganztagswaldkindergarten gesucht wurde. Ich konnte nichts damit anfangen und durchsuchte das Internet nach Informationen.

Es gab eine neue Bewegung in den Köpfen einiger Menschen. Man wollte wieder zurück zu der ursprünglichen Kindheit. Weit weg von vorgefertigtem Spielzeug, den Medien, dem Stress und Alltagslärm. Zurück zur Ruhe und vor allem zur Natur mit all ihren wunderbaren Eigenschaften. Die Kinder sollten wieder lernen, auf diese zu achten, sie mit allen Sinnen zu erleben und zu begreifen.

Viele unserer Kinder kennen das Obst und Gemüse nur aus dem Supermarkt. Sie wissen nicht mehr die Zusammenhänge der Natur mit dem Wachsen und Werden zu verknüpfen.

In den Waldkindergärten spielen die Kinder draußen im Wald. Sie erleben den Wandel der Jahreszeiten hautnah und hören keine Lieder darüber aus irgendeinem CD – Player.

Ich war begeistert und schickte sofort meine Bewerbung los. Und ich hatte Glück. 10 Jahre arbeitete ich im Ganztagswald, bis ich meine Vollzeitstelle aufgegeben habe und in eine Teilzeitstelle gewechselt bin. Doch auch heute arbeite ich noch in derselben Kita, allerdings bei den Kleinsten von 0 -2 Jahren, die natürlich noch in einem festen Gebäude betreut werden. Dennoch halten wir uns sehr viel draußen auf. Erforschen auf täglichen Streifzügen die umliegende Natur, machen Picknick oder frühstücken draußen auf unserer Terrasse, sobald das Wetter es zulässt. Ein „normaler“ Kindergarten kommt für mich nicht mehr in Frage.

In meiner Zeit in der Ganztagswaldgruppe wuchs meine Liebe zur Natur immer mehr. Man lernte dazu und tauschte sich mit begeisterten Eltern aus, die genau wussten, welches Geschenk sie ihren Kindern mit dieser Form der Betreuung gaben.

Es dauerte nicht lange und meine Familie und ich kauften uns ein Häuschen mit Grundstück auf dem Land. Ich begann mich immer mehr einzulesen und mein Interesse an der Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit wuchs immer weiter.

Wenn man sich mit diesen Themen auseinandersetzt, stößt man irgendwann auch auf das Thema Veganismus.

So war für mich der nächste Schritt, dass ich vegan wurde. Inzwischen verzichte ich seit fast 2 Jahren auf tierische Produkte und es geht mir gut damit. Ich bin einfach froh zu wissen, dass ich bewusst etwas für die Tiere und für unsere Erde tue. Ich bin zwar nur ein einzelner Mensch aber die Bewegung ist spürbar. Immer mehr Menschen besinnen sich auf ihren Ursprung und versuchen der immer schneller wachsenden Konsumgesellschaft zu entrinnen.

Die Menschen beginnen wieder Dinge zu hinterfragen und das ist gut so.

Ich denke, ich als ehemaliges Stadtkind kann mich inzwischen stolz Naturkind nennen und ich hoffe dass noch viele weitere Naturkinder folgen.

Jedem einzelnen dem ich mit meinen Blog hier zeigen kann, dass es ganz einfach ist wieder näher an seine „Mutter“ heranzurücken, macht mich glücklich und ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich vergleiche mich immer gern mit den Kindern in der Pubertät. In dieser Zeit des Wachsens ist man oft genervt und entfremdet sich zunehmend von seinen Eltern aber irgendwann erkennt man, dass die Mutter das Wichtigste ist. Denn ohne sie würde es uns und alles nachfolgende nicht geben. Unsere Mutter ist es wert geliebt und beschützt zu werden. Und damit meine ich unsere menschliche aber auch unsere weltliche.

Vielen Dank fürs Lesen

Blumige Grüße Eure Manuela 🐝

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